Begrifferklärung ( RLE, LZW )
RLE (run-length encoding):
Die Lauflängenkodierung ist ein sehr einfacher verlustfreier Kompressionsalgorithmus für digitale Daten. Sie ist besonders gut geeignet, Wiederholungen oder Sequenzen von gleichen Werten verkürzt darzustellen. Liegt eine Wiederholung vor, wird die Anzahl der Wiederholungen sowie der wiederholte Wert gespeichert.
Um den Beginn einer Wiederholung zu kennzeichnen, werden sogenannte Marker-Bytes eingesetzt. Das sind Bytes, die nicht im Datenstrom vorkommen. Der Offset ist die Mindestwiederholrate, ab der kodiert wird. Bei einem Offset von 4 wird ab einer Wiederholung von 4 lauflängenkodiert. Dabei ergibt sich der Wert folgendermaßen: AnzahlderWiederholungen − Offset = Wert. FF FF FF FF FF wird also zu AA 1 FF.
LZW (Lempel-Ziv-Welch-Algorithmus):
LZW ist ein häufig bei Grafikformaten zur Datenkompression, also zur Reduzierung der Datenmenge, eingesetzter Algorithmus. LZW ist ein verlustfreies Komprimierungsverfahren. Es wird zum Beispiel im Bildformat GIF benutzt und kann optional auch in TIFF und JPEG eingesetzt werden.
LZW komprimiert mittels Wörterbüchern, in denen die am häufigsten vorkommenden Zeichenketten, wie z. B. „die“, „ein“ und „ist“, gespeichert werden und nun nur noch unter einer Abkürzung angesprochen werden müssen. Der Vorteil bei diesem Algorithmus liegt darin, dass das Wörterbuch nicht zusätzlich abgelegt werden muss. Dieses wird implizit mit in die Datei geschrieben. Der Decoder ist in der Lage, es aus dem Datenstrom zu rekonstruieren. Die Einträge in das Wörterbuch werden über einen 12 bit langen Index gemacht, somit sind maximal 212 = 4096 Einträge möglich.